Rückblick auf die AI-Events September 2017

Rückblick auf die AI-Events im September 2017


Der September 2017 war reich an Events, die sich mit der Zukunft der Künstlichen Intelligenz befassen und sich für deren Entwicklung engagieren.


Rückblick IntelliSys, London

Während der IntelliSys, die am 7. und 8. September in London stattfand, konnte man sich vor allem mit den neuesten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Machine Learning befassen. Eröffnet wurden die zwei Tage mit einer Keynote von Valentina Salapura, die für IBM an der Entwicklung von Watson beteiligt ist und in ihrem Vortrag durch die Geschichte und Anwendungsgebiete der neuen Computertechnologien, der Künstlichen Intelligenz, führte. Eines ihrer Anliegen war es vorzuführen, wie sich unsere Vorstellung von Computern in Zukunft wandeln muss. Weg von einer Maschine, in die man Daten eingibt und die diese Befehle dann eins zu eins ausführt, hin zu einer Maschine, die alle bis dato zur Verfügung stehenden Datensätze verknüpfen kann, um daraus die intelligentesten Entscheidungen abzuleiten. Die Maschine der Zukunft wird Lösungsvorschläge bieten, da sie sich der großen Komplexitäten besser bedienen kann als das menschliche Gehirn – oder auch nur der herkömmliche PC.

Frank Wang von der University of Kent in Südengland führte in der zweiten Keynote in die Grundlagen der Forschung ein.

Für die dritte Keynote des Morgens trat Jan Hofmann von der Deutschen Telekom auf das Parkett. Er berichtete konkret von den Erfahrungen seines Unternehmens mit der Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Bereich Kundenbetreuung. Dabei skizzierte er zunächst die Herausforderungen: ein hohes Aufkommen von Anfragen, sich häufig wiederholende Themen, sowie das Bestreben, anfallende Kosten zu minimieren. Um diese Herausforderungen anzugehen, entwickelte die Telekom einen Chatbot namens TINKA.

TINKA wird zunächst in Österreich getestet und soll später auch in Deutschland, dem größeren Markt, eingeführt werden. TINKA besitzt künstliche Lernfähigkeit und verfügt über menschen-ähnliche Kommunikationsfähigkeit und Dialogführung. Trotz eingeschränkter Möglichkeiten, erhält TINKA schon jetzt eine bessere Kundenakzeptanz als der rein regelbasierte Assistent zuvor. Es bestehe Bedarf zur Weiterentwicklung, so Jan Hofmann, nur sei der technologische Markt noch nicht soweit. Zwar erwarten alle, dass die Systeme bereits komplett lernfähig sind – sie sind es aber noch nicht. Die Werkzeuge dafür sollten leicht verfügbar sein, jedoch stecken sie noch in den Kinderschuhen. Auch Daten zur Fütterung stehen bereit – nur welche sind die richtigen? Und eine Spracherkennung für Dialogsysteme gibt es zwar schon lange, sie wurde aber noch nicht erschöpfend weiterentwickelt.

In der Zukunft wird KI effizienter lernen können: Die Prozesse werden sich an die Weiterentwicklungen des Telekommunikationsmarktes anpassen, ohne manuell befüttert zu werden. Sprachenübergreifende Anpassungen – hinsichtlich des osteuropäischen Marktes etwa – sollen entwickelt werden. Grundsätzlich sei wichtig, dass diese Entwicklungen offen blieben und alle miteinander zusammen wirkten.

Am zweiten Tag referierten Paolo Rosso von der Technischen Universität in Valencia und Nuria Oliver von Vodafone. Paolo Rosso führte vor, auf welche Weise Sprache analysiert werden kann, um irreführende Aussage (etwa Fake-Bewertungen auf Websites) oder Ironie und Sarkasmus zu erkennen. Nuria Oliver wiederum präsentierte ihre Erfahrung mit dem Sammeln von Handy-Daten. Ihr Schwerpunkt bei der Auswertung von Daten liegt auf dem Thema Kriminalitätsvorbeugung.

Rückblick Go Ignite, Berlin

Fast zeitgleich wurden in Berlin während einer Start-up-Night am 8. September fünf Preise verliehen, den Go Ignite (die internationale Allianz der Telekom-Unternehmen Deutsche Telekom, Orange, Singtel und Telefonica) ausgelobt hatte. Schon zum Wochenbeginn am 11. und 12. des Monats konnten die Gewinner eines Open Calls für Start-up-Unternehmen in Madrid an einem Workshop teilnehmen. Fünf Start-ups waren vor allem für innovative Lösungen in drei Technologien ausgezeichnet worden: Künstliche Intelligenz in der Kundenbetreuung, Connected Home und Cyber-Sicherheit im Internet der Dinge (IoT). Die Gewinner Sparkcognition and NanoLock Security im Bereich der Internet der Dinge-Sicherheit, Cujo und Vayyar Imaging in der Kategorie Connected Homes und SafeToNet im Bereich Künstliche Intelligenz in der Kundenbetreuung konnten sich in Madrid mit der 1,2-Milliarden-Kunden-starken Mobilfunk-Kundenbasis der Allianzpartner vertraut machen.

Rückblick RPA&AI Exchange, London

Am 27. und 28. September trafen sich Vertreter des gehobenen Managements zum RPA&AI Exchange in London. Diese exklusive Veranstaltung ist ausschließlich den Executives vorbehalten. Die Keynote hielt Dan Fiehn, der Chief Information Officer des Versicherungsunternehmens Markerstudy. Bei allen Vorträgen an diesen Tagen ging es um die maschinengetriebene Zukunft, genauer gesagt um die Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) und die Frage: Wie lässt sich die intelligente – im Sinne künstlicher Intelligenz – Automatisierung entwickeln, einsetzen, umsetzen. Der folgende Tag setzte noch etwas andere Akzente, da gleich zwei Referenten aus der Telekommunikationsbranche sprachen.

Gourav Datta, Senior Transformation Leader bei BT (British Telecom), sprach in seiner Keynote von den Erfahrungen des britischen Telekommunikationsunternehmens mit der Einführung von KI.

Jan Morgenthal von der Deutschen Telekom, erläuterte wiederum die Erfahrungen seines Unternehmens mit KI in der Kundenbetreuung. Zum Schluss kam noch einmal Leslie Willcocks, Professor an der London School of Economics and Political Science, zu Wort: Er wog Risiken und Herausforderungen ab, die bei der Weiterentwicklung von RPA in der Zukunft eine Rolle spielen.

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