Von der Analyse bis zum fertigen Produkt: Zutaten für den Chatbot

Interview mit Dr. María González García, Informatikerin am DFKI

Dr. María González García arbeitet seit April 2017 am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) im Forschungsbereich Sprachtechnologie. Sie realisiert Industrie-Projekte für zwei große internationale Firmen. Ihr Ziel: die Entwicklung von Chatbots, beginnend mit der Analyse der Requisiten bis hin zum fertigen Chatbot. Doch was sind die nötigen Zutaten?


Was macht das Language Technology Lab?

Das Ziel des Language Technology Labs ist es, den Gebrauch der menschlichen Sprache durch Maschinen zu entwickeln und IT-Lösungen im Bereich Sprachtechnologie zu schaffen, sowie diese zu verbessern.


Das DFKI schafft europaweite Standards. Warum ist das wichtig?

Einheitliche Standards sind wichtig, weil eine Lösung, die auf Standards gründet, uns die Lebenszeit unserer Projekte sichert und uns nicht verpflichtet, bei bestimmten Herstellern zu bleiben.


Woran arbeiten Sie gerade?

Ich entwickle einen Chatbot für eine große internationale Firma. Der Bot hilft bei der Kundenkommunikation.


Was sind die Zutaten für einen digitalen Assistenten?

Es gibt, kurz gesagt, vier Hauptzutaten: Erstens ein Interface, um mit dem Assistenten zu interagieren, zweitens einen Spracherkennungsdienst, drittens eine domain-spezifische Sprache wie HTML und viertens einen End-Point, um auf den Agenten zugreifen zu können.


Was sind die Stärken von Siri, Alexa und Co.?

Die Stärken des einen Assistenten können die Schwächen des anderen sein. Zum Beispiel haben Google Home und Siri eine Menge Kunden im Bereich der Mobiltelefonie, dagegen hat Cortana Kunden im Bereich von Computern und Laptops. Die wesentlichen Stärken von Alexa sind meiner Meinung nach ihre Allianzen mit unterschiedlichen Herstellern.


In Deutschland studieren Frauen seltener MINT-Fächer als Männer. Wie ist das in Spanien?

Ich glaube, dass es in beiden Ländern mehr oder weniger gleich ist. Vielleicht sind die Gründe dafür die bekannten Stereotype, aber ich bin nicht sicher. Trotzdem, auf professioneller Ebene versucht die Europäische Kommission Druck zu machen, damit mehr Frauen in technischen Bereichen eingestellt werden.

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